Zuckerersatz im Vergleich: Stevia vs. Erythrit vs. Mönchsfrucht
Auf der Suche nach dem idealen kalorienfreien Süßungsmittel? Vergleichen Sie Geschmack, glykämischen Index und Backeigenschaften von Stevia, Erythrit und Mönchsfrucht.
Kalorienfreie Süßungsmittel im Überblick
Zucker zu ersetzen bedeutet nicht nur, Kalorien einzusparen; es geht auch darum, das Volumen, die Bräunungsfähigkeit und den unverfälschten Geschmack von Haushaltszucker nachzuahmen. Die drei beliebtesten natürlichen, kalorienfreien Süßungsmittel – Stevia, Erythrit und Mönchsfrucht (Monk Fruit) – besitzen jeweils spezifische Eigenschaften, die sie für unterschiedliche Einsatzzwecke prädestinieren.
Erythrit: Der König des Volumens
Erythrit ist ein Zuckeralkohol. In Optik, Haptik und Schüttgewicht ähnelt es normalem Kristallzucker fast exakt, weshalb es sich hervorragend zum Backen eignet, wo Zucker physisches Volumen beisteuert (wie beim schaumig Schlagen mit Butter). Es erreicht etwa 70 % der Süßkraft von Zucker. Der wesentliche Nachteil ist ein spürbarer „Kühleffekt“ auf der Zunge, ähnlich wie Pfefferminze, der in größeren Mengen störend wirken kann.
Stevia: Das konzentrierte Blatt
Stevia wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen und ist 200- bis 300-mal süßer als Zucker. Wegen dieser enormen Konzentration kann reines Stevia Zucker beim Backen nicht 1:1 ersetzen (es fehlen ganze Tassen an Volumen). Am besten eignet es sich zum Süßen von Heiß- und Kaltgetränken oder flüssigen Speisen. Viele Menschen nehmen dabei einen leicht bitteren, lakritzartigen Nachgeschmack wahr.
Mönchsfrucht (Monk Fruit): Der reinste Zuckergeschmack
Ähnlich wie Stevia ist Mönchsfruchtextrakt 150- bis 200-mal süßer als Zucker. Es gilt jedoch weithin als das Süßungsmittel mit dem saubersten, zuckerähnlichsten Geschmack – ganz ohne bitteren Beigeschmack. Da reiner Mönchsfruchtextrakt zum Backen zu potent und volumenarm ist, wird er im Handel fast immer im Verbund mit Erythrit angeboten, um die notwendige Masse für Teige bereitzustellen.