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Vergleiche

Kakaopulver im Vergleich: Alkalisiert (Dutch-Processed) vs. Natürlich

Den Schokoladenkuchen nicht ruinieren! Verstehen Sie die chemischen Unterschiede zwischen alkalisiertem und natürlichem Kakaopulver beim Backen.

Cocoa Comparison

Die chemischen Grundlagen von Kakao

Verlangt ein Rezept ausdrücklich nach alkalisiertem Kakao (Dutch-processed) und Sie greifen zu herkömmlichem natürlichem Kakaopulver, kann Ihr Kuchen flach bleiben oder unangenehm seifig schmecken. Der Unterschied zwischen beiden Pulvern ist keine reine Geschmacksfrage – er beruht auf elementarer Säure-Basen-Chemie und dem pH-Wert.

Natürliches Kakaopulver: Fruchtig, herb und sauer

Natürliches Kakaopulver entsteht durch einfaches Mahlen gerösteter Kakaobohnen nach Entzug der Kakaobutter. Es hat eine helle, rötlich-braune Farbe, schmeckt intensiv herb-fruchtig und ist von Natur aus sauer (pH-Wert zwischen 5 und 6). Wegen dieser Säure setzen Rezepte mit natürlichem Kakao fast immer auf Natron (Baking Soda) als Triebmittel. Die Säure des Kakaos reagiert mit dem basischen Natron, bildet CO2-Bläschen und lässt den Teig luftig aufgehen.

Alkalisiertes Kakaopulver (Dutch-Processed): Dunkel und mild

Alkalisiertes Kakaopulver wurde mit einer Kaliumcarbonatlösung gewaschen, um seine natürliche Säure zu neutralisieren (der pH-Wert steigt auf etwa 7). Durch diesen Prozess färbt sich das Pulver tief dunkelbraun bis schwarz und verliert herbe Bitternoten zugunsten eines runden, erdigen Schokoladengeschmacks (wie bei Oreo-Keksen). Da ihm die Säure fehlt, reagiert es NICHT mit reinem Natron. Rezepte mit alkalisiertem Kakao benötigen daher Backpulver (welches seine eigene Säurekomponente bereits mitbringt) als Triebmittel.