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Vergleiche

Essigsorten im Vergleich: Apfelessig vs. Weißer Tafelessig vs. Balsamico

Die Salatsauce nicht verderben! Vergleichen Sie Säuregrad, Aromen und kulinarischen Einsatz von Apfelessig, weißem Essig und echtem Balsamico.

Vinegars

Die Rolle der Säure beim Kochen

Essig ist unverzichtbar, um Aromen zu balancieren, schwere Gerichte aufzufrischen und Fleischfasern zart zu machen. Doch welche Säure man wählt, verändert das Gesamtergebnis eines Gerichts grundlegend. Zu wissen, wann man eine scharfe, reine Säure und wann ein süß-komplexes Aroma benötigt, gehört zum grundlegenden Handwerkszeug in der Küche.

Weißer destillierter Essig: Die neutrale Kraft

Aus destilliertem Getreidealkohol gewonnen, ist weißer Tafelessig der schärfste und neutralste Essig im Schrank. Er weist einen hohen Säuregehalt auf (meist 5 % bis 8 %) und besitzt keinerlei fruchtige Geschmacksnoten – er ist schlicht rein sauer. Dank seiner Klarheit und Schärfe ist er die beste Wahl zum Einlegen von Gemüse (Pickles), zur Aktivierung von Natron beim Backen oder zur Reinigung in der Küche. Für feine Salatdressings ist er meist zu aggressiv.

Apfelessig (Apple Cider Vinegar): Die fruchtige Mitte

Aus vergorenem Apfelsaft gewonnen, schmeckt Apfelessig deutlich milder, fruchtiger und dezent süßlich. Oft enthält er noch die „Essigmutter“ (wertvolle Essigsäurebakterien und Hefen). Mit seiner sanften Säure ist er der perfekte Allround-Essig für alltägliche Vinaigrettes, Marinaden für Schweinefleisch und Barbecue-Saucen.

Balsamico-Essig: Der edle, süße Nektar

Echter Balsamico (Aceto Balsamico Tradizionale di Modena) entsteht aus eingekochtem Traubenmost und reift viele Jahre lang in Holzfässern verschiedener Baumarten. Er ist dickflüssig, tiefdunkel, fruchtig-süß und besitzt eine angenehm weiche Säure. Er sollte niemals stark erhitzt werden, sondern glänzt als edles Finish über gebratenem Fleisch, Parmigiano Reggiano, frischen Erdbeeren oder mit Olivenöl und Brot.